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In einem Dorf bei Rshew
Brücke über die Wolga in Rshew
Kathedrale am Südufer der Wolga
Wo liegt Rshew?
Die Stadt Rshew, 220 km westlich von Moskau an der oberen Wolga, blickt auf eine tausendjährige Geschichte zurück. Im 18. Jhdt war sie weit über die Grenzen als Handelszentrum bekannt. Hier kreuzten sich die Schifffahrtswege von Nord nach Süd mit der Wolga von West nach Ost und nach 1900 folgten diesen Wegen auch die Eisenbahnlinien von St. Petersburg nach Wjasma, Smolensk und die von Moskau nach Riga. Rshew wurde zum wichtigen Verkehrsknotenpunkt.
 
Rshew im Zweiten Weltkrieg
Die Stadt war im Zweiten Weltkrieg Schauplatz einer 15-monatigen Schlacht, die nach neuerer Forschungsmeinung mit Stalingrad vergleichbar ist.
 
Rshew heute und morgen
In Rshew leben heute über 70 000 Menschen. Wichtigster Wirtschaftszweig sind der Maschinenbau und die Elektroindustrie mit 5 Kombinaten, unter denen der exportierende Kranbau die erste Stelle einnimmt. Daneben gibt es Beton, Möbel- und Textilfabriken, eine Leinenfabrik und Nahrungsmittel-Kombinate.
An Bildungseinrichtungen zählt die Stadt 26 Kindergärten, 13 Realschulen, 2 Gymnasien, 1 Privatschule, je eine medizinische Schule, Berufsschule, eine Landwirtschaftsschule sowie drei Musikschulen. Als „Stadt der Eisenbahner“ verfügt sie über große Ausbildungsstätten mit einem Polytechnikum.
Der Zentralbibliothek sind 5 Filialen in den Außenbezirken angeschlossen. Es gibt mehrere Krankenhäuser, eines für die Eisenbahner.
 
Der Zusammenbruch der Märkte innerhalb der ehemaligen Sowjetunion und im Comecon hat dazu geführt, daß viele Firmen ohne Aufträge sind und kurzarbeiten oder zeitweilig schließen müssen. Der Stadtverwaltung stehen weder für die Infrastruktur noch für soziale Hilfen nennenswerte Mittel zur Verfügung. Der Preisanstieg bei vielfach nachhinkenden Löhnen stellt die Menschen vor große wirtschaftliche Probleme und verlangt ihnen ein großes Maß an Geduld und Verzicht ab.