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Kondratjew, Oleg A.: Die Schlacht von Rshew. Ein halbes Jahrhundert Schweigen.
Für das Kuratorium Rshew herausgegeben von Ernst-Martin Rhein und Karl Sattler.
2. Auflage 2001.
128 Seiten, mit 10 Abbildungen und 8 Karten. 16 x 23,5 cm. ISBN 3-924307-11-1
14,50 Euro.
 
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Im Verlauf des deutschen Angriffskrieges gegen die Sowjetunion, dem „Unternehmen Barbarossa“, standen deutsche Truppen im Spätherbst 1941 vor den Toren Moskaus. Hier erst begann eine erfolgreiche Gegenwehr der Roten Armee. Der folgende Rückzug der Wehrmacht führte zur Bildung des Brückenkopfes Rshew–Wjasma. Zahllose Versuche, die deutschen Stellungen zu erobern, blieben erfolglos. Erst nach der Einkesselung und Vernichtung der 6. Armee in Stalingrad zogen sich die deutschen Truppen aus dem Rshewer Frontvorsprung zurück.
Während „Stalingrad“ zu Symbol und Mythos wurde, sind die mit einem höheren Einsatz an Menschen und Material geführten Kämpfe um Rshew nur wenigen bekannt. Und die Rote Armee hatte einen weit höheren Blutzoll zu entrichten – gerade darüber wurde lange Zeit geschwiegen.
„Rshew“ wurde für viele Überlebende beider Seiten zu einem bis heute prägenden Erlebnis.
Nach dem Einsetzen der Perestrojka begannen lokale Historiker und Zeitzeugen, Licht ins Dunkel der Ereignisse um Rshew zu bringen. Dabei ging und geht es ihnen nicht zuletzt darum, an die bei der Verteidigung ihrer Heimat gegen die deutschen Angreifer ums Leben Gekommenen zu erinnern und sie der Anonymität zu entreißen.
Oleg A. Kondratjew – Leiter des Staatsarchivs Twer – versucht, die Ereignisse zu rekonstruieren und zu erklären, weshalb Rshew ohne vergleichbaren Mythos blieb, der die Schlacht von Stalingrad umgibt. Zugleich also ein Buch über den Umgang mit Geschichte.
 
 
Eine kleine Literaturliste zum Thema Rshew erhalten Sie hier.
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